Lippstadt: Müßiggang eingeläutet

Salon 4b im Amelie Lippstadt

Der Patriot über das Salon 4b Konzert im AmelieBeitrag im Lippstädter Patrioten (*1)über unser Konzert am 14.07.2017 im Amelie. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung von Dominik Friedrich (Chefredakteur ) und Text- / Bildautorin Marion Heier. Vielen herzlichen Dank!

Salon4b bringt mit Konzert Urlaubsstimmung ins Cafe Amelie

„Wer mit Beginn der Ferien nicht in den Urlaub gefahren ist, konnte sich beim Konzert mit Salon4b vom Alltag wegträumen. Das Ensemble aus dem Ruhrgebiet mit dem Lippstädter Christoph Hermsen am Schlagwerk gab am Wochenende im von Holger Mast und Hazni Ergun neu geführten Kulturcafe Amelie Gelegenheit dazu.

Wie ein roter Faden zieht sich der Titel der aktuellen CD ‚Sueno Azul‘ – blauer Traum – durch den Abend. Für ein unverwechselbares Klangbild sorgt die instrumentale Besetzung. Mit Geige, individuell  gearbeiteten Steelpans und Cajons aus Bambus erzeugt das Ensemble eine außergewöhnliche Klangbreite von orientalisch bis karibisch. Das macht die Musik sehr kurzweilig und sie lädt ein,  zuzuhören.

Salon4b widmet sich nicht nur einem Genre und ist auch stilistisch nicht einzufangen. Es ist Jazz und Chanson, es ist Salsa und Reggae, es ist ethnisch und folkloristisch. Es ist Weltmusik und das, was die Zuhörer an diesem Abend herbeisehnen. Ohne Eintritt, dafür ‚alles auf Hut‘ (*2) genießt das Publikum eine musikalische Urlaubssause voller rhythmisch beseelter Melodien. Trotz des doch unerwartet großen Ansturms und entsprechender Geräuschkulisse gelingt es Martin Buschmann (Steeldrum, Sax und Gesang), Bea Bernert (Steeldrum, Gesang), Jürgen Bruhn (Gitarre, Ukulele) und Rainer Buschmann (Violine), Mathias Schubert (E-Bass) und Christoph Hermsen (Percussion) immer, Oberhand zu behalten. Mit ‚Rumba de Lourdes‘ (*3) und ‚Je Veux‘ von Zaz gehört – passend zum Nationalfeiertag der Nachbarn – das erste Set der französischen Leichtigkeit. Sodann ist es Weltmusik vom Balkan bis zu den Bahamas, die Bilder von Landschaften aufziehen lässt und den Müßiggang einläutet. Es sind Calypso und Bossa, Salsa und selbst ausgedachte Neuner-Rhythmen, die mitschwingen lassen. Der Klezmer spiegelt sich in ‚Zemer Atik‘ wider.

Noch ertönt ein orientalisch schreitender Karawanen-Rhythmus, schlängelt sich das Saxofon durch seine Oktaven, ’singt‘ die Geige. Dann plötzlich wird ein Merengue daraus. In den zahlreichen Eigenkompositionen und Arrangements von Martin Buschmann erfahren bekannte Melodien wie ‚Ain’t No Sunshine‘ oder ‚Black Magic Woman‘ inhaltlich wie klangtechnisch eine komplette, dem entspannten Salon4b-Modus angepasste Umwandlung. Die Musik von Salon4b ist so vielfältig, wie die Kontinente und ihre Menschen, die auf ihnen leben. Ein Klanggenuss.“


*1: einzige Tageszeitung in Lippstadt

*2: kommt nicht wieder vor

*3: Gerüchten zufolge ging es gar nicht um den französischen Wallfahrtsort, sondern um eine spanische Señorita gleichen Namens.

Durch Klangwelten reisen

Orfeo Lippstadt

Der Patriot Lippstadt 14.06.2016 über Salon 4bArtikel am 14.06.2016 auf der Kulturseite des Lippstädter Patrioten über das Konzert am 10.06.2016 im Orfeo Lippstadt.

Da der Beitrag nicht online verlinkbar ist, dürfen wir mit freundlicher Genehmigung (23.06.2016, Petra Stolte,  Redaktionssekretariat per E-Mail) zitieren:

„Weltmusik-Gruppe Salon 4b begeistert mit leichtfüßigem Ethno-Sound

Lippstadt – „Sueño Azul“ – Blauer Traum: Mit Stücken wie diesem entführten Salon4b ihre Zuhörer im Lippstädter Kulturcafe Orfeo an magische Orte, die zum Träumen und Entspannen einluden. Das Weltmusik-Sextett aus dem Ruhrgebiet gab sich dabei genauso offen, authentisch und vielfältig, wie es Weltenbummler sind. Salon 4b, das sind Bea Bernert (Gesang, Steelpan), Martin Buschmann (Saxophon, Gesang, Steelpan), Rainer Buschmann (Violine), Jürgen Bruhn (Gitarren), Mathias Schubert (Bass) und Christoph Hermsen (Percussion), der als Lippstädter ein Heimspiel hatte.

„Sueño Azul“ ist von Martin Buschmann im andalusischen Zahora komponiert worden. Das Titelstück der aktuellen CD lebt von einem leichtfüßigen, rhythmisch und dynamisch verspielten Ethno-Sound, der einen einfach mitschwingen lässt. Diese Musik lässt Raum zum Reisen. Ihre besondere Klangfarbe erhält sie durch die Steelpans, die das Ensemble extra anfertigen ließ. Sie zaubern nicht nur ein karibisches, lateinamerikanisches Flair, sondern verleihen damit auch einem lyrischen Tango sein besonderes Gesicht. Hinzu kommen die speziellen Percussions-Instrumente, die Hermsen über die Jahre zusammengetragen hat und die das Klangbild stark prägen. Dazu zählt die übergroße Cajón, die er hat bauen lassen. Im Gepäck haben die Musiker sowohl selbst komponierte als auch neu arrangierte Stücke von Komponisten wie Sergio Mendez, Astor Piazzolla oder Bruno Mars. Aus „Count on Me“ wird „Für dich da“ im entspannten Reggae-Rhythmus. „Play my Music“ lässt den Calypso raus, und in „Das alte Kribbeln“ verwandelt Bea Bernert einen Jazz-Standard in eine schwungvolle deutsche Ballade, die sogar Klezmer-Klänge mit einbaut.

In „Sei ma attich“ geht es vor dem geistigen Auge mit einer Karawane durch die nordafrikanische Wüste. Saxophon, spanische Gitarre, Geige und Percussion gehen hier eine einfühlsame Verbindung miteinander ein, die in meditative Weiten schweifen lässt. Die „Rumba de Lourdes“ wird zur Salsa, der „Casatschock“ ist, was er verspricht, ein kleiner Ausflug in russische Gefilde. Beim „Libertango“ legt Rainer Buschmann mit einem virtuosen Geigen-Intro vor. Das Ensemble lässt seine Zuhörer gleich in mehreren Sets zwischen Balkanbeats und Klezmer, Calypso, Tango und Jazz in eine entspannte Sommernacht hineingleiten.

Salon 4b musizierten sich durch die Weltteile und verbanden dabei Balkanbeats und Klezmer, Calypso, Tango und Jazz.“

Vielen herzlichen Dank an Marion Heier (Text und Pressebild) und Susanne Rieber (Header-Foto).